Premiere und Spezifikation von Intel Nova Lake-S. Was ist neu bei Intel Core Ultra 400?
Das kommende Jahr bringt, worauf Hardware-Fans seit Langem warten – eine neue, spannende Generation von Intel-Prozessoren. Immer mehr Details zur kommenden Serie werden geleakt. Die Intel Nova Lake-S Prozessoren, die voraussichtlich als Intel Core Ultra 400 verkauft werden, bringen endlich lang erwartete Neuerungen. Erfahre hier alles, was wir über die neue CPU-Generation von Intel wissen.
Inhaltsverzeichnis
1. Wann erscheint Intel Nova Lake-S? 2026 oder 2027?
2. Preis Intel Nova Lake-S: Wie teuer werden die Intel Core Ultra 400?
3. Benötigen Intel Nova Lake-S Prozessoren ein neues Mainboard?
4. Spezifikation Intel Nova Lake-S: Intel Core Ultra 400 im Detail
5. Welche Leistungssteigerung bringt Intel Nova Lake-S?
6. Lohnt sich das Warten auf Intel Nova Lake-S?
7. Intel Nova Lake-S: Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wann erscheint Intel Nova Lake-S? 2026 oder 2027?
Intel hat vor einigen Monaten offiziell bestätigt, dass die neue Prozessor-Generation mit dem Codenamen Intel Nova Lake-S noch vor Ende 2026 auf den Markt kommen wird. Wenn die Tradition eingehalten wird, dürfte dies voraussichtlich im Oktober geschehen. Doch ob der Termin wirklich gehalten wird, ist ungewiss.
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Es gibt jedoch Gerüchte, die nahelegen, dass Intel die Veröffentlichung auf Anfang 2027 verschieben könnte. Die Intel Core Ultra 400 Prozessoren könnten frühestens auf der CES 2027 im Januar vorgestellt werden. Das würde angesichts der angespannten Situation auf dem RAM-Markt Sinn machen, da Hersteller nicht unbedingt unter Zeitdruck stehen, neue Plattformen zu launchen.


Preis Intel Nova Lake-S: Wie teuer werden die Intel Core Ultra 400?
Die Preissituation auf dem Prozessor-Markt ändert sich, wenn auch nicht so drastisch wie bei anderen Komponenten (RAM, SSD, GPU). Es ist derzeit schwer vorherzusagen, wie die Preise für Intel Nova Lake-S ausfallen werden, aber sie werden mit Sicherheit höher sein als bei der aktuellen Generation und ihrem Refresh. Intel hat die Preise der Core-12- bis 14-Generation bereits Ende 2025 um bis zu 15 % erhöht, während die Intel Core Ultra 200S Plus Modelle leicht günstiger wurden.
Die Intel Core Ultra 400 Serie bringt jedoch größere Veränderungen – es handelt sich um einen echten Generationssprung, sodass keine Wiederholung des 2026 erschienenen Refresh zu erwarten ist. Das bedeutet vor allem eines: höhere Preise.


Benötigen Intel Nova Lake-S Prozessoren ein neues Mainboard?
Intel Nova Lake-S Prozessoren benötigen einen neuen Sockel – LGA 1954. Laut ersten Plänen von Intel soll die Lebensdauer dieses Sockels länger sein als bei früheren Generationen. Intel möchte damit konkurrenzfähiger gegenüber AMD werden, das für seine Plattformen AM4 und AM5 bekannt ist, die sehr lange unterstützt werden.
Mainboards mit dem Sockel LGA 1954 werden mindestens vier Serien unterstützen:
-
Intel Nova Lake
-
Intel Razer Lake
-
Intel Titan Lake
-
Intel Hammer Lake
Mit dem neuen Sockel kommt auch ein neuer Chipsatz der Intel 900 Serie. Hier plant Intel größere Umstrukturierungen. Das Topmodell Intel Z970 wird nicht nur der Nachfolger des Z890 sein, sondern auch den Bereich des B860 übernehmen. Das bedeutet, dass dieser Chipsatz eher im Mainstream-Segment angesiedelt sein wird, was jedoch nicht zwangsläufig Einschränkungen bedeutet. Hersteller wie ASRock, ASUS, Gigabyte und MSI werden vermutlich eine größere Vielfalt an Modellen und Preisklassen anbieten.
Das macht Sinn vor dem Hintergrund von Berichten über das Z990 mit 48 PCIe-Lanes (14 mehr als Z970 und B960), das für anspruchsvolle Enthusiasten gedacht ist.


Der Intel B960 Chipsatz soll weiterhin verfügbar sein, wird aber vermutlich die untere Preisklasse bedienen und den Nachfolger des H810 ersetzen. Das vereinfacht die Auswahl für Verbraucher und könnte sich positiv auswirken. Auf B960-Mainboards wird das Übertakten der CPU nicht möglich sein, wohl aber das der RAM-Module.
Auch die Montage des Prozessors wird sich ändern: Der neue Mechanismus sorgt für eine gleichmäßigere Druckverteilung im Sockel durch zwei Hebel statt einem, wie bisher.
Wichtig: Trotz all dieser Änderungen sollen bisherige Kühlsysteme kompatibel mit dem LGA 1954 Sockel bleiben.
Spezifikation Intel Nova Lake-S: Intel Core Ultra 400 im Detail
Die neue Serie basiert auf drei Kernarten, die auf den Architekturen Coyote Cove (leistungsstarke P-Kerne) und Arctic Wolf (energieeffiziente E-Kerne und LP-E-Kerne) beruhen. Letztere werden in geringer Stückzahl verbaut.
Die Prozessoren dieser Generation werden mit zwei Fertigungsverfahren hergestellt: TSMCs N2P (2 nm Klasse) und Intels 18A (1,8 nm Klasse). Der 2-nm-Prozess bietet gegenüber 3 nm etwa 15 % mehr Leistung bei gleichem Energieverbrauch. Die Kombination ermöglicht einen deutlichen Leistungssprung und eine bessere Effizienz.
Technische Daten Intel Nova Lake-S
|
Architektur |
Coyote Cove (P-Core) und Arctic Wolf (E-Core & LP-E-Core) |
|
Fertigung |
TSMC N2P (2 nm Klasse) / Intel 18A (1,8 nm Klasse) |
|
Sockel |
LGA 1954 |
|
Chipsatz |
Intel 900 |
|
Maximale Kernanzahl |
52 (16 P-Kerne + 32 E-Kerne + 4 LP-E-Kerne) |
|
Maximale Threads |
52 |
|
Maximale P-Kerne |
16 |
|
Maximale E-Kerne |
32 |
|
Maximale LP-E-Kerne |
4 |
|
Maximale Cachegröße (L2+L3) |
160–320 MB |
|
Maximale bLLC Cachegröße |
144–288 MB |
|
Maximale Taktfrequenz |
5,5–6,0 GHz+? |
|
RAM |
DDR5-8000 |
|
Schnittstelle |
PCIe 5.0 |
|
Integrierte Grafik |
Intel Xe3 (Battlemage) + Xe3P (Celestial) |
|
AI-Beschleuniger |
NPU der 6. Generation mit 74 TOPS |
|
TDP |
bis zu 175 W |
Mehr Kerne, aber nicht für jeden
Die Topmodelle basieren auf einem Dual-Die-Design mit bis zu 52 Kernen. Diese sind wahrscheinlich für den HEDT-Bereich (High-End Desktop) gedacht, also professionelle Workstations für anspruchsvolle Aufgaben wie 3D-Rendering oder KI-Anwendungen.


Für den normalen Desktop-Markt sind maximal 28 Kerne (Single-Die) vorgesehen. Dies wirkt sich auch auf die große Neuerung der Intel Nova Lake-S Generation aus: den bLLC (big Last Level Cache). Der erweiterte Cache wird in allen Modellen mit dem Zusatz D(X) enthalten sein, mit Ausnahme des Intel Core Ultra 9 400 mit 22 Kernen.
Intel Core Ultra 400 CPU-Konfigurationen
|
Modell |
Kerne/Threads |
Kernkonfiguration |
Cache-Größe |
TDP / cTDP |
|---|---|---|---|---|
|
Core Ultra 400DX |
52C/52T |
16 P + 32 E + 4 LP-E |
288 MB |
175 W |
|
Core Ultra 400DX |
44C/44T |
16 P + 24 E + 4 LP-E |
264 MB |
175 W |
|
Core Ultra 9 400D |
28C/28T |
8 P + 16 E + 4 LP-E |
144 MB |
125 W |
|
Core Ultra 9 400 |
28C/28T |
8 P + 16 E + 4 LP-E |
36 MB |
125 W / 65 W |
|
Core Ultra 9 400 |
22C/22T |
6 P + 12 E + 4 LP-E |
108 MB |
65 W |
|
Core Ultra 7 400D |
24C/24T |
8 P + 12 E + 4 LP-E |
132 MB |
125 W / 65 W |
|
Core Ultra 7 400 |
24C/24T |
8 P + 12 E + 4 LP-E |
33 MB |
125 W / 65 W |
|
Core Ultra 7 400 |
16C/16T |
4 P + 8 E + 4 LP-E |
18 MB |
65 W / 35 W |
|
Core Ultra 5 400 |
22C/22T |
6 P + 12 E + 4 LP-E |
27 MB |
125 W / 65 W |
|
Core Ultra 5 400 |
12C/12T |
4 P + 4 E + 4 LP-E |
15 MB |
65 W / 35 W |
|
Core Ultra 5 400 |
8C/8T |
4 P + 4 LP-E |
12 MB |
65 W / 35 W |
|
Core Ultra 3 400 |
6C/6T |
2 P + 4 LP-E |
6 MB |
65 W / 35 W |
bLLC – die Antwort auf AMD 3D V-Cache
Dies soll die lang erwartete Antwort auf den 3D V-Cache sein, den AMD seit der Ryzen-5000-Serie schrittweise einführt. Die Größe des bLLC-Caches hängt, ebenso wie die Anzahl der Kerne, vom jeweiligen Intel Core Ultra 400 Modell ab. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um einen zusätzlichen Stapel handelt wie bei den Ryzen-Prozessoren mit 3D V-Cache. Der Cache ist integraler Bestandteil des Compute-Tiles, genauer gesagt der Kerncluster, was sich vorteilhaft auf die Kommunikation (geringere Latenzen) auswirken sollte.
Der Spitzenwert ist ausschließlich für Einheiten mit dem Zusatz DX reserviert (insgesamt sollen es zwei sein). Reine Consumer-Modelle können maximal 144 MB bLLC besitzen. Ein Beispiel ist der AMD Ryzen 9 9950X3D2 Dual Edition, der 192 MB L3-Cache hat und zeigt, dass eine Überschreitung einer bestimmten Grenze unverhältnismäßige Vorteile gegenüber dem Verbrauch oder Aufwand bringt (zum Vergleich: 128 MB im Ryzen 9 9950X3D).
Insgesamt werden mindestens fünf CPUs mit bLLC auf den Markt kommen: zwei mit doppeltem Compute-Tile und drei mit einfachem (Intel Core Ultra 9 in zwei Varianten sowie Intel Core Ultra 7). Hier die erwarteten Konfigurationen:
|
Prozessor |
Kernkonfiguration |
bLLC-Größe |
|---|---|---|
|
Intel Core Ultra 400DX |
52C/52T (16+32+4) |
288 MB |
|
Intel Core Ultra 400DX |
44C/44T (16+24+4) |
264 MB |
|
Intel Core Ultra 9 400D |
28C/28T (8+16+4) |
144 MB |
|
Intel Core Ultra 7 400D |
24C/24T (8+12+4) |
132 MB |
|
Intel Core Ultra 9 400 |
22C/22T (6+12+4) |
108 MB |
Das bedeutet, dass es auch Modelle ohne großen bLLC geben wird, die in Sachen Cache mit vorherigen Generationen vergleichbar sind. Das ist für Nutzer mit kleinerem Budget oder geringeren Anforderungen sinnvoll. Möglicherweise wird Intel in Zukunft auch bLLC in der Core Ultra 5 Serie anbieten.
Taktfrequenzen von Intel Nova Lake-S – noch unklar
Bisher gibt es keine verlässlichen Informationen zu den Taktraten der neuen CPUs. Aktuelle Core Ultra Prozessoren erreichen bis zu 5,5 GHz. Ob Nova Lake-S die 6-GHz-Marke knackt, ist noch offen. Wir werden es in den nächsten Monaten erfahren.
Mehr Leistung für KI und verbessertes iGPU
Wie bei allen Intel Core Ultra Serien wird auch Nova Lake-S über eine spezialisierte AI-Recheneinheit verfügen: die NPU der 6. Generation mit einer Rechenleistung von bis zu 74 TOPS. Zum Vergleich: Die NPU im Intel Core Ultra 200S Plus schafft nur 13 TOPS.
Die integrierte Grafik basiert auf zwei Architekturen: Xe3 (Battlemage) und Xe3P (Celestial). Letztere ist etwa 25 % leistungsstärker, wird aber vermutlich nur in wenigen Modellen verbaut sein. Die meisten CPUs setzen auf die Xe3-Architektur mit weniger Ausführungseinheiten.
Übertaktung (OC) nicht nur bei K-Modellen?
Übertaktung ist traditionell den K-Modellen vorbehalten. Es gibt aber Berichte, dass Intel in Zukunft mehr günstigere Modelle mit OC-Fähigkeit plant. Das wäre eine willkommene Änderung im Wettbewerb mit AMD, das das Übertakten auch in niedrigeren Klassen erlaubt.
Welche Leistungssteigerung bringt Intel Nova Lake-S?
Die P-Kerne sollen gegenüber den Lion Cove Kernen in Arrow Lake-S eine IPC-Steigerung von etwa 15 % bieten. Das entspricht einem soliden Leistungssprung, vergleichbar mit dem Wechsel von Zen 4 auf Zen 5, aber weniger als der Sprung von Rocket Lake-S auf Alder Lake-S.
Die IPC-Steigerung wirkt sich nicht eins zu eins auf Spiele oder kreative Anwendungen aus, aber in vielen Fällen sind Leistungszuwächse von 10 bis über 20 % zu erwarten. Bei CPUs mit bLLC können es sogar noch mehr sein.


Intel Nova Lake-S verspricht mindestens 10 % Mehrleistung in Single-Thread-Anwendungen und bis zu 60 % in Multi-Thread-Anwendungen gegenüber Intel Arrow Lake-S (Refresh). Die genauen Taktraten sind noch nicht bekannt.
Lohnt sich das Warten auf Intel Nova Lake-S?
Endlich zeichnet sich eine starke Konkurrenz zu AMD Ryzen mit 3D V-Cache ab. Intel bereitet nach Jahren der Stagnation und Verzögerungen eine starke Premiere vor, die den CPU-Markt ordentlich durchrütteln könnte.
Wer mit dem Kauf eines neuen PCs wartet, sollte Intel Nova Lake-S im Blick behalten. Wenn sich alle Gerüchte bestätigen, wird die Konkurrenz mit AMD Zen 6, die zeitgleich erwartet wird, sehr spannend.
Die Intel Core Ultra 400 Serie könnte genau das sein, worauf Intel-Fans seit Jahren gewartet haben. Jetzt heißt es Daumen drücken und geduldig bleiben – auch wenn sich der Release vielleicht leicht verzögert. Was sind schon ein paar Monate im Vergleich zu jahrelangem Warten?
Quellen: VideoCardz, X, Wccftech, TechPowerUp, eigene Recherche























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